Durch die Einführung der Abgeltungsteuer ist eine Abgabe der Anlage KAP grundsätzlich nicht mehr erforderlich. Ein einigen Fällen ist die Abgabe jedoch weiterhin erforderlich:
die Kapitalerträge unterliegen nicht dem Steuerabzug (z.B. bei Veräußerung von GmbH-Anteilen von weniger als 1 Prozent)
Erträge aus ausländischen thesaurierenden Investmentfonds
Erträge (Zinsen, Dividenden etc.) aus ausländischen Konten oder Depots
Zinsen aus Darlehensverträgen zwischen Privatpersonen
Zinsen auf Steuererstattungen
Veräußerung von Kapital-Lebensversicherungen (bei Abschluss ab 2005)
Weiterhin muss die Anlage KAP ausgefüllt werden, wenn einer der folgenden Punkte in Falle einer Wahlveranlagung erfüllt ist:
ein Verlustvortrag aus Vorjahren soll berücksichtigt oder eine Verlustverrechnung der Einkünfte aus Kapitalvermögen soll erfolgen,
der Sparerpauschbetrag nicht voll ausgeschöpft,
die Kirchensteuer wurde trotz Kirchensteuerpflicht nicht einbehalten,
ausländische Steuern sind noch zu berücksichtigen
die Höhe des Kapitalertragsteuerabzuges soll überprüft werden.
Auch wenn Sie einen Antrag auf eine so genannte Günstigerprüfung stellen wollen, ist die Anlage KAP auszufüllen. Dadurch können Sie unter Umständen eine niedrigere Besteuerung mit dem individuellen Steuersatz erreichen, wenn dieser niedriger ist, als der Abgeltungsteuersatz in Höhe von 25 Prozent.
Rechner
Einkommensteuer-Veranlagungsrechner: Ob eine gemeinsame oder Einzelveranlagung von Ehegatten günstiger für Sie ist, rechnet Ihnen der Veranlagungsrechner aus.
Text reviews: Wann ist es erforderlich, die Anlage KAP auszufüllen?
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