Steuern für Roulette-Casinos

Steuern für Roulette-Casinos

Der weltweite Glücksspielmarkt boomt, sodass es nur verständlich erscheint, wenn der Fiskus an den Gewinnen der Spieler mitverdienen möchte. In den letzten Jahren kletterten die Bruttospielerträge enorm und vervielfachen sich seit 2003.

Nicht nur die Anzahl der Casinos und Spiele, sondern auch die Anzahl der User selbst, stiegen. Nie war es leichter, in einem Online Casino Automaten sowie Karten- und Tischspiele zu nutzen. Roulette gehört dabei zu den beliebtesten Varianten, denn die Faszination der Kugel steckt immer mehr Spieler an.

Spielern wird Guthaben spendiert

Berichten zufolge wurden im Januar dieses Jahres die Regelungen für das Online-Glücksspiel in Deutschland gelockert. Wer es also für sich entdecken möchte, steht vor keinen Einschränkungen. Er muss in vielen Casinos noch nicht einmal eigenes Guthaben einzahlen. Stattdessen spendieren viele Roulette-Casinos virtuelles Startguthaben, um die einzelnen Roulette-Varianten kennenzulernen.

Smarte Spieler nutzen das Guthaben, um auf Entdeckungsreise zu gehen und ihren prädestinierten Tisch für das Spielen zu finden. Das virtuelle Guthaben bietet keine echte Gewinnmöglichkeit, sorgt aber immerhin optimalen Start, um das Casino und seine Angebote unverbindlich kennenzulernen.

Echte Gewinne kassieren

Entscheiden sich die Spieler dazu, an einem Roulette-Tisch mit eigenem Guthaben aktiv zu werden, können sie häufig Willkommensangebote und andere Boni im Casino nutzen. Warum nicht 100 Prozent mit der eingezahlten Summe zusätzlich kassieren?

Gewinne versteuern: ja oder nein?

Haben die Spieler an den Roulette-Tischen Erfolgserlebnisse feiern können, heißt es: Auszahlung der Gewinne beantragen. Das funktioniert bei den meisten Roulette-Casinos ganz einfach, kann sogar über die App realisiert werden. Zur Auswahl stehen gängige Zahlungsdienstleister, wie beispielsweise:

  • Neteller und Skrill
  • Visa und MasterCard
  • Banküberweisung

Die Auszahlungen werden erfahrungsgemäß nur an verifizierte Spieler durchgeführt, was der Sicherheit der Spieler selbst dient. Nach der Beantragung der Auszahlung kann es, abhängig vom Roulette-Casino, einige Tage oder Stunden dauern, bis die Auszahlung durch das Casino freigegeben wird.

Eine Versteuerung muss nicht zwangsläufig stattfinden, wenn die Spieler nur aus Vergnügen und zum Zeitvertreib im Roulette-Casino aktiv sind (hier mehr dazu). Dann unterliegen sie dem § 4 Nr. 9b UstG und dürfen ihre Gewinne zu 100 Prozent behalten.

Hobby oder Profi: Wo sind die Grenzen?

Das Finanzamt interessiert sich vor allem für die Gewinne, welche durch Profi-Spieler generiert wurden. Sie müssen nämlich Einkommensteuer darauf zahlen. Stellt sich die Frage, ab wann Gewinne im Roulette-Casino als privates Vergnügen oder als echtes Einkommen klassifiziert werden. Dazu hat die Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main im Mai 2014 eine Erläuterung herausgegeben. Darin heißt es:

Preisgelder sind steuerpflichtig, wenn sie in einem untrennbaren wirtschaftlichen Zusammenhang mit einer Einkunftsart Einkommensteuergesetzes stehen; dies ist anzunehmen, wenn die Preisverleihung wirtschaftlich den Charakter eines leistungsbezogenen Entgelts hat und sowohl das Ziel als auch Folge der ausgeübten Tätigkeit ist.

Das bedeutet für die Spieler im Roulette-Casino: Verdienen sie ihren Lebensunterhalt mit einer anderen Tätigkeit und nicht durch die Gewinde im Casino, so bleiben die Einnahmen steuerfrei und müssen nicht beim Fiskus angezeigt werden. Generieren die Spieler im Casino allerdings durch die Gewinne ihren Lebensunterhalt, müssen sie dies bei der Steuererklärung (meist für berufliche Spieler sogar monatlich) angeben und versteuern.

Die steuerlichen Ausnahmen: Private Spieler müssen Steuern zahlen, wenn…

Beim Fiskus gibt es steuerrechtlich gesehen noch eine Ausnahme, welche auch die privaten Spieler bei den Gewinnen im Roulette-Casino beachten müssen. Wer als smarter Spieler seine Gewinne anliegt, um sie bestmöglich zu vermehren, der muss darauf ebenfalls gegebenenfalls Steuern entrichten.

Reinvestieren die Spieler die Gewinne aus dem Roulette-Casino beispielsweise in verschiedene Anlageprodukte und generieren damit Zinserträge, unterliegen sie der Versteuerung. Zu solchen interessanten Anlageprodukten gehören häufig:

  • Festgeldkonto
  • Wertpapiere
  • CFDs
  • Sparbriefe

Sämtliche Zinserträge, welche durch die Gewinne aus dem Roulette-Casino generiert werden, unterliegen der Abgeltungssteuer. Die Spieler sind dazu verpflichtet, die Anträge bei ihrer Steuererklärung ordnungsgemäß anzugeben und Steuern dafür zu entrichten. Versäumen Sie dies, machen sie sich strafbar und können dafür belangt werden.

Tipps für smarte Spieler für lukrative Gewinne

Wer als privater Spieler die Roulette-Varianten optimal nutzen möchte, sollte von den Besten lernen. Findige Spieler gehen geschickt vor, ohne dabei den Spielspaß aus den Augen zu verlieren. Mithilfe einiger Tipps fällt es deutlich leichter, Gewinne am Roulette Tisch zu erzielen, wenngleich jeder Einsatz natürlich auch verloren gehen kann.

Tipp 1: die geeignete Variante finden

Es gibt mehrere Roulette-Varianten in den Casinos, wobei einige leichter verständlich und andere etwas komplexer sind. Besonders beliebt sind:

  • Amerikanisches Roulette
  • Europäisches Roulette
  • Französisches Roulette

Vor allem das europäische Roulette eignet sich aufgrund seiner einfachen Anwendung für Anfänger. Viele Casinos bieten sogar kostenlose Testphasen, sodass die Spieler sich mit Regeln und Einsatz- und Gewinnmöglichkeiten am Tisch vertraut machen können.

Tipp 2: Risiko kalkulieren

Smarte Spieler wissen, dass sie niemals 100 Prozent ihres gesamten Budgets am Tisch einsetzen. Wichtig ist das optimale Risikomanagement, sodass immer genügend Restguthaben bleibt, um auch verlorene Runden mit neun Einsätzen ausgleichen zu können. Wer als Spieler neue Roulette kennenlernt, sollte zunächst mit minimalen Einsätzen am Tisch beginnen, um sich vorsichtig an die höheren Beträge heranzutasten.

Tipp 3: Limits setzen

Souveräne Spieler wissen, wann es Zeit, auszusteigen. Damit die Spieler keinen Totalverlust erleiden oder ihre Gewinne durch übereifriges Setzen verlieren, sind individuelle Limits vorteilhaft. Haben die Spieler beispielsweise ihre selbst festgelegte Gewinn- oder Verlustgrenze erreicht, sollten sie aussteigen.

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