Steuern für mobile Casinos

Steuern für mobile Casinos

In Deutschland gibt es eine klare Regelung zu Steuern und Abgaben in sämtlichen Bereichen. Dazu gehört natürlich auch das Glücksspiel. Immer mehr Spieler finden Gefallen daran, Wetten abzuschließen oder sich in einem Online Casino zu vergnügen.

Die Gründe dafür sind äußerst vielfältig. Vor allem die Online Casinos erleben einen enormen Zuwachs, denn sie können beispielsweise auch mit dem Smartphone oder Tablet genutzt werden. Dadurch hat fast jeder die Möglichkeit, sein Glück an Slots oder bei Karten- und Tischspielen zu versuchen.

Viele mobile Casinos spendieren für die ersten Versuche virtuelles Guthaben. Gewinnen die Spieler, gibt es natürlich keine echte Auszahlung. Was geschieht aber mit den Gewinnen, welche mit dem eigenen Guthaben erzielt werden? Müssen Spieler sie versteuern oder gelten Ausnahmeregelungen?

 

Steuer einfach erklärt

Online-Glücksspiele erfreuen sich deutschland- und weltweit zunehmender Beliebtheit. Viele Spieler fordern derzeit das Glück heraus und zahlen eigenes Guthaben ein, um sich bei den Automaten oder bei Blackjack, Baccarat und Co. lukrative Gewinne zu sichern.

Die Freude ist, wenn Fortuna für klingende Kassen auf dem Spieler-Konto gesorgt hat. Aber wie geht es eigentlich weiter? Was müssen Spieler nun tun oder beachten? Häufig stellt sich die Frage, ob eine Meldung beim Finanzamt notwendig ist oder ob das mobile Casino sämtliche Fiskus-Schritte übernimmt.

Es gibt für die Spieler gute Nachrichten: Sämtliche Gewinne sind nach deutscher Rechtsprechung steuerfrei. Das gilt aber nur, wenn sie innerhalb Europas bzw. Deutschlands erzielt wurden. Grundlage hierfür schafft § 4 Nr. 9b UstG. Dazu gehören Gewinne aus:

  • Spielbanken
  • Spielhallen
  • Online Casinos, die eine EU-Lizenz besitzen
  • Lotterien

Wie hoch der Gewinn ist, spielt keine Rolle. Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Spieler, welche ambitioniert aktiv sind und als Berufsspieler klassifiziert werden, müssen ihre Gewinne versteuern und dafür Einkommensteuer zahlen. Gleiches gilt auch, wenn die Gewinne verzinst angelegt werden und Gewinne abwerfen. Auch diese müssen die Spieler beim Fiskus versteuern.

 

Wie erfolgt die Gewinnauszahlung?

Die Spieler können bei vielen mobilen Casinos über die App ihre Gewinne ganz komfortabel auszahlen lassen. Wer möchte, kann hier mehr erfahren. Notwendig dafür sind häufig nur der Login und die Anforderung der Auszahlung über den eigenen Account. Wer sich als neuer Spieler registriert hat, muss sich meist vorher verifizieren, um die Auszahlung realisieren zu können. Notwendig dafür sind u. a. folgende Unterlagen:

  • Kopie eines Personalausweises/Kopie des Reisepasses
  • Adressnachweis (beispielsweise durch aktuelle Telefonrechnung oder Kontoauszug)

Durch die Verifizierung schützen sich die Spieler selbst vor missbräuchlichen Handlungen und stellen sicher, dass ihre Gewinne auch tatsächlich auf ihrem Konto landen. Dafür stehen bei den mobilen Casinos verschiedene Zahlungsdienstleister zur Auswahl. Zu den wichtigsten zählen:

  • Visa
  • MasterCard
  • Neteller
  • Skrill
  • Banktransfer

Wer als privater Spieler in einem mobilen Casino mit EU-Lizenz Gewinne erzielt, darf sich über eine 1:1 Auszahlung ohne steuerliche Pflichten freuen. Sobald der Gewinn auf dem eigenen Konto eingegangen ist, können die Spieler darüber verfügen; müssen ihn nicht in ihrer Steuererklärung angeben. Trotzdem kann es sein, dass das Finanzamt beispielsweise durch Überprüfungen Rückfragen zu den Einnahmen aus dem Casino hat. Deshalb ist es empfehlenswert, sämtliche Unterlagen dazu aufzubewahren, um nachweisen zu können, dass die steuerliche Handhabung ohne Angaben beim Fiskus rechtmäßig ist.

Wie weisen Spieler Gewinne ordnungsgemäß nach?

Hat das Finanzamt Nachfragen zu den Gewinnen, ist es notwendig, diese bestmöglich nachzuweisen. Dafür reicht oft nicht nur der eigene Kontoauszug aus, der den Geldeingang bestätigt. Nein, es geht vielmehr darum, die Auszahlung des Casinos und dessen Lizenzierung nachzuweisen. Entscheidend ist die Herkunft der Lizenz, denn die vorteilhafte steuerliche Behandlung für Hobby-Spieler gilt nur für Casino mit EU-Lizenz.

 

Gewinne für sich arbeiten lassen: Steuern beachten

Smarte Spieler wissen, wie sie ihre Gewinne zusätzlich vermehren. Wer beispielsweise die Gewinne aus dem mobilen Casino nutzt, um neu zu investieren, wird womöglich mit seiner Steuerpflicht konfrontiert. Häufig investieren die Spieler die Gewinne in verschiedene Anlagemöglichkeiten, beispielsweise:

  • CFDs
  • Wertpapiere
  • Tagesgeld
  • Festgeld

Erfreulich ist es natürlich, wenn der Anlageplan aufgeht und die reinvestierten Gewinne wirklich Zinsen abwerfen. Diese müssen die Spieler allerdings versteuern. Die Angabe der Zinserträge ist in der Steuererklärung notwendig, wobei die Abgeltungssteuer als Berechnungsgrundlage dient.

 

Smarte Spieler umgehen die Steuern gekonnt

Spieler, die im mobilen Casino Gewinne erzielt haben, können sich diese auszahlen lassen. Wer aber deutlich mehr von seinen Gewinnen möchte, der geht äußerst smart vor. Statt in alternative Anlageprodukte zu investieren, können die Spieler sich im Casino erneut ihr Glück versuchen und die erhaltenen Gewinne an Slots oder bei Karten- und Tischspielen erneut einsetzen.

Der Vorteil: Werden Gewinne erzielt, bleiben diese steuerfrei. Allerdings ist es wichtig, dass die Spieler nicht ihre Haupteinnahmequelle aus den Casinogewinnen generieren, da sie sonst als Berufsspieler gelten und die Gewinne nach Einkommensteuergesetz behandelt werden.

 

Gewinne immer wieder in kleinen Schritten einsetzen

Findige Spieler nutzen im Casino die Möglichkeit, die Gewinne immer wieder in kleinen Schritten einzusetzen und sie bestenfalls mit den lukrativen, wechselnden Bonusangeboten der mobilen Casinos zu kombinieren. Damit können sich Spieler beispielsweise an vielen Slots zusätzliche Freispiele sichern und damit weitere Gewinne generieren.

 

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
* Pflichtfelder

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.