Einkommensteuer: So viel zahlen Minderjährige in Deutschland

Einkommensteuer: So viel zahlen Minderjährige in Deutschland

Von wegen erst ab 18: Über 85.000 Kinder und Jugendliche zahlen Einkommensteuer – und das nicht zu knapp.

Unter-18-Jährige zahlen Millionenbeträge

Noch nicht ganz trocken hinter den Ohren, aber schon steuerpflichtig: Durch eine Kleine Anfrage der FDP an die Bundesregierung in diesem Jahr ist herausgekommen, dass 85.548 Bundesbürger unter 18 Jahren insgesamt 163 Millionen Euro Steuern gezahlt haben.

Die Anfrage der FDP hatte zur Folge, dass das Statistische Bundesamt eine Sonderauswertung auf den Weg brachte, mit diesen Zahlen als Ergebnis. Die Auswertung bezieht sich dabei auf das Jahr 2016, was den diversen Abgabefristen und Bearbeitungszeiten beim Fiskus geschuldet ist.

Die Zahlen überraschen auch deswegen, weil ein bestimmter Prozentsatz der steuerpflichtigen Minderjährigen wohl schon in frühen Jahren von wohlhabenden Eltern mit diversen Geldanlagen bedacht wurde: Ungefähr 16.000 von ihnen haben im Erhebungsjahr überwiegend aus Kapitalvermögen stammende Einkünfte in Höhe von 71 Millionen Euro angezeigt, die dem Finanzamt 4,8 Millionen Euro an Steuereinnahmen einbrachten.

Aus Vermietung und Verpachtung gab es 42 Millionen Euro Einkünfte von Unter-18-Jährigen, die mit 11,5 Millionen Euro Steuern zu Buche schlugen.

 

Die meisten Minderjährigen arbeiten in nichtselbstständigen Verhältnissen

Der größte Anteil der Jugendlichen hat sein Geld mit nichtselbstständiger Arbeit verdient: Das sind fast 289.000 Fälle, die zusammen 978 Millionen eingenommen haben. 81.000 von ihnen zahlten im Jahr 2016 zusammen 14,7 Millionen Euro an Steuern.

Auch Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer unter 18 Jahren wurden zur Kasse gebeten: 3.040 von ihnen gaben insgesamt 477 Millionen Euro Einkünfte in ihrer Steuererklärung an, 1.260 von ihnen haben stattliche 130 Millionen Euro zum Steuertopf beigetragen.

 

Bei der Finanzbildung gibt sich der Staat knauserig

163 Millionen Euro sind eine stattliche Steuereinnahme. Wenn es allerdings darum geht, in Zeiten von Niedrigzinsen und sinkenden Renten den Kindern und jungen Erwachsenen das nötige Rüstzeug an finanziellem Wissen beizubringen, hält sich Vater Staat bedeckt. Das ist erstaunlich – schließlich gehört Wirtschafts- und Finanzwissen zum Bildungsauftrag der allgemeinbildenden Schulen im Lande.

Diesbezüglich sieht es allerdings eher finster aus, wie eine Jugendstudie des Bundesverbands deutscher Banken zeigt: 68 Prozent der 14- bis 24-Jährigen Studienteilnehmerinnen und Teilnehmer haben an ihrer Schule nach eigener Aussage wenig oder so gut wie nichts über Wirtschaft und Finanzen gelernt, und 60 Prozent der Befragten können nicht erklären, was ein Investmentfonds ist. Dabei ist durchaus Interesse vorhanden: 87 Prozent der an der Umfrage Beteiligten wünschen sich, dass der Umgang mit Geld an den Schulen einen höheren Stellenwert erhalten sollte.

 

Informationsquellen für Jugendliche und junge Erwachsene im Netz

Einzelne Organisationen und Unternehmen haben dieses Wissensdefizit erkannt und steuern nun mit eigenen Bildungsangeboten dagegen. Diese werden vorrangig im Internet zur Verfügung gestellt, was der digitalaffinen Jugend von heute zweifellos entgegenkommt.

Ein gutes Beispiel sind die Podcasts der tecis Finanzdienstleistungen AG. Mit diesen Audiofiles will der Finanzvertriebler seinen Kunden von morgen helfen, Bildungslücken beim Finanzwissen zu stopfen. Ein sinnvolles Angebot, denn schließlich müssen sich junge Berufsanfänger bereits früh mit Steuern, der betrieblichen Altersvorsorge und der privaten Vorsorge auseinandersetzen. Gerade Letztere ist für die junge Erwerbsgeneration extrem wichtig, denn auf eine ausreichende gesetzliche Rente kann sie sich nicht mehr verlassen.

Die tecis-Podcasts liefern das Know-how, mit denen Berufsstarter diese Herausforderungen besser bewältigen können. Junge Finanzexperten informieren ihre Hörer dabei auf Augenhöhe – in einfach verständlicher, lockerer Sprache. Themen sind getreu dem Unternehmens-Slogan „tecis – Finanzberatung deiner Generation“ der Aufbau von Vermögen, die Einkommensabsicherung, der Geldverlust durch die Inflation oder der Zinseszins-Effekt.

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